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Band - Jan Gerdes


Jan Gerdes
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Jan Gerdes studierte Klavier und Schlagzeug an der Musikhochschule Hannover, wo er 1989 mit dem Diplom in den Fächern Klavier und Klavierpädagogik abschloss. Anschließend setzte er seine Klavierstudien bei Nerine Barrett und in der Klasse von Renate Kretschmar-Fischer an der Musikhochschule Detmold fort, an der er 1993 seine künstlerische Reifeprüfung ablegte. Im Anschluss daran folgte eine mehrjährige Dozententätigkeit an demselben Institut. Weitere einflussreiche Lehrer für ihn waren James Tocco, Edith Picht-Axenfeld, Halina Czerny-Stefanska und Anatol Ugorski.

Der mehrfach ausgezeichnete deutsche Pianist konzertierte solistisch als auch kammermusikalisch in Deutschland, Benelux, Frankreich, Österreich, Schweiz, Schweden, Brasilien und Südkorea. Jan Gerdes trat im Rahmen des Schleswig-Holstein-Musik-Festivals, des Westfälischen Musikfestes, der Gaudeamuswoche Rotterdam, der Internationalen Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt, des Centre Acanthes Metz, der Stockhausen-Kurse, der Haller Bachtage, in der Münchner Philharmonie, der Kölner Philharmonie, dem Berliner Konzerthaus, dem Wiener Konzerthaus, dem Freiburger Konzerthaus, der Tonhalle Düsseldorf, der Philharmonie Essen sowie in der Alten Oper Frankfurt auf. Er machte CD-, Fernseh- und Rundfunkaufnahmen für den NDR, WDR, MDR, HR, RBORF, Deutschland Radio Berlin sowie beim Label Ambitus. 2008 erschien seine Solo-CD „Gelände/Zeichnung“ mit Werken von Jörg Widmann, Sidney Corbett, Philipp Maintz, Bernfried Pröve und Peter Gahn bei Edition Zeitklang. Schon früh errang Jan Gerdes Aufmerksamkeit durch seine besondere Affinität zur Neuen Musik, als er 1994 den 1. Preis beim Wettbewerb für zeitgenössische Musik Weimar mit Werken von Ligeti, Stockhausen und Rihm gewann. So hat ihn, neben der Pflege des klassischen Repertoires, die künstlerische Begegnung mit renommierten Komponisten wie Karl-Heinz Stockhausen, Peter Ruzicka, Wolfgang Rihm, Klaus Huber, Giselher Klebe, Jörg Widmann, Pascal Dusapin, Martin Christoph Redel, Philipp Maintz, deren Werke er nach persönlicher Zusammenarbeit mit ihnen (ur-)aufführte, nachhaltig geprägt. Darüber hinaus brachte er viele Werke der jungen Komponistengeneration von Sidney Corbett, Bernfried E. Pröve, Lera Auerbach, In-Sun Cho, Stefan Heucke, Jörg- Peter Mittmann, Gordon Kampe bis Johannes Sandberger u.v.a. zur Uraufführung. Jüngst schrieben die Komponisten Markus Bongartz und Sidney Corbett an neuen Klaviersolowerken, die 2008 von Gerdes uraufgeführt wurden. 2009 erfolgen Uraufführungen von Werken Peter Gahns sowie Marcus Antonius Wesselmanns.

Durch seine Dozententätigkeit an der Musikhochschule Detmold mit dem Schwerpunkt zeitgenössisches Lied konnte Gerdes seine Literaturkenntnisse auf weiteren Feldern der Neuen Musik ausbauen. Als Pianist des „Ensemble Horizonte“ erhielt Gerdes Einladungen zu weiteren Spitzenensembles für Neue Musik wie dem Ensemble Modern, dem Ensemble Insomnio Utrecht und dem Ensemble Resonanz. Weitere Grenzbereiche der Neuen Musik wie Improvisation und Live-Elektronik rücken in letzter Zeit verstärkt in das Blickfeld seiner Arbeit. So gründete er 2004 gemeinsam mit dem Elektronikkünstler Thomas Andritschke das Improvisations/Kompositions- Projekt EROL, in dem Klaviermusik mit den Klängen der elektronischen Clubkultur verschmilzt. Neben Projekten mit Gastinstrumentalisten sowie bildenden Künstlern entstanden hier auch einige Theater- und Filmmusiken. Sein jüngstes Projekt „solosymphonie- productions“ gemeinsam mit dem Schauspieler Michael Fuchs beschäftigt sich mit der Verbindung von notierter, improvisierter Musik und theatralen, szenischen Elementen, die sich zu interdisziplinären Gesamtwerken entwickeln. Das hieraus entstandene erste Stück „4.48 Psychose“, eine Konfrontation des gleichnamigen Stückes der englischen Dramatikerin Sarah Kane mit zeitgenössischer notierter und improvisierter Musik, wurde im Mai 2008 am Nationaltheater Mannheim als Premiere herausgebracht. Als Komponist und Theatermusiker schrieb Gerdes die Musik zu „Kassandra“ (nach Christa Wolf) mit der Premiere am Mousonturm Frankfurt 2008.

Als Pianist zwischen Klassik und Avantgarde kontrastiert Jan Gerdes in seinen Soloprogrammen gern traditionelle Werke mit Stücken zeitgenössischer Literatur. Durch eine dramaturgisch und thematisch gut durchdachte Gegenüberstellung dieser scheinbar unterschiedlichen Welten werden Hörgewohnheiten aufgebrochen, Trennendes wird sichtbar, Verbindendes spürbar. Durch kurze Moderationen zu den Werken erweckt Gerdes die Neugier und das Verständnis des Publikums für Neue Musik. Gerdes ist außerdem Co- Kurator des Klavierfestivals „Tasten“, das seit 2008 jährlich in Düsseldorf in Kooperation mit anderen Städten stattfindet. In jüngster Zeit erfolgen vermehrt Einladungen zu Workshops und Meisterkursen im In- und Ausland zu den Themen Neue Musik/Improvisation, in denen Gerdes seine weitgefächerten Erfahrungen an Interessierte weitergibt. Jurytätigkeiten, nicht zuletzt in dem eigens von ihm kuratierten Wettbewerb für Neue Musik 2009 „1,2,3,…Neue Musik für Kinder!“ runden seine Tätigkeiten ab.

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